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Wenn Stevia Zucker ersetzen soll, fragt sich der Verbraucher natürlich, welche Vorteile das im Einzelnen haben soll. Die folgende Aufzählung listet die wesentlichen physiologischen Eckdaten, die Stevia als Zuckerersatz empfehlenswert machen.

1. Blutzuckerspiegel: Der Organismus braucht kein Insulin, um den Stevia „Zucker“ zu verstoffwechseln, das bedeutet, dass die natürliche Stevia Süße auch Diabetikern unbegrenzt zur Verfügung steht.

2. Energiestoffwechsel: Stevia Zuckerersatz Produkte haben keinen Brennwert, das heißt, sie belasten weder den Kohlehydrat- noch den Fettstoffwechsel, beugen lästigen Fettpölsterchen vor und können Übergewichtigen helfen, ihr Normalgewicht zu erreichen.

3. Säurebildung: Beim Abbau der Steviolglykoside entstehen keine Säuren, deshalb ist der Genuss von Stevia Zucker auch nicht mit einem Absinken des pH-Werts verknüpft. Das macht den Stevia Zuckerersatz auch für Menschen mit Haut- und Zahnproblemen, für Allergiker und für Neurodermitiker attraktiv.

4. Mikroorganismen: Der Stevia Zuckerersatz bietet Pilzen und Bakterien keine Nahrungsgrundlage und wirkt deshalb vorbeugend gegen Pilzinfektionen und Karies. Stevia hemmt außerdem das Bakterienwachstum.

Warum Zucker vermieden werden sollte

Dass Stevia Zucker ernährungsphysiologisch leicht ausstechen kann, hängt zum einen damit zusammen, dass raffinierter Zucker ein leerer Energieträger ist. Reiner Zucker versorgt den Körper pro 100 Gramm mit 400 Kilokalorien – ihm fehlen aber sämtliche Mineralien, Vitamine und Spurenelemente, die im Zuckerrohr oder in Zuckerrüben noch enthalten sind. Das gilt übrigens auch für den braunen Zucker, der gelegentlich als die „gesündere“ Variante des weißen Haushaltszuckers gepriesen wird. Brauner Zucker ist aber lediglich eine Reinigungsstufe von weißem Zucker entfernt und enthält deshalb allenfalls noch Spuren des ehemals reichen Nährstoffangebots der Rohstoffe. Die Behauptung, dass der braune Zucker natürlicher und damit gesünder sei, ist entsprechend ein lange gehegter Mythos.

Zucker entfaltet seine schädliche Wirkung schon im Mund, den die dort ansässigen Bakterien nutzen das „Weiße Gold“ sofort zur Säureproduktion. Mit Speichel vermischt, wird aus den kristallinen Zuckerkörnchen außerdem eine Zuckerlösung, die sich besonders hartnäckig an die Zähne und in die Zahnzwischenräume schmiegt.

Die Stoffwechselfalle

Zucker wird im Verdauungstrakt in ein Molekül Glukose (Traubenzucker) und ein Molekül Fruktose (Fruchtzucker) gespalten. Der Traubenzucker gelangt über die Leber in den Blutkreislauf, treibt den Blutzuckerspiegel in die Höhe und kurbelt darüber die Insulinproduktion an. Wird der Organismus kontinuierlich mit Zuckerhaltigem überflutet, gerät die Bauchspeicheldrüsenfunktion außer Kontrolle.

Diabetes und/oder Hypoglykämien sind die Folge. Die Leber wandelt ihrerseits überschüssige Glukose in Speicherfett um, das in den bekannten Problemzonen am Bauch und an den Hüften seinen Platz findet. Übergewicht, Bluthochdruck, Gelenkbeschwerden und Kurzatmigkeit sind die Folge. Ein Teil der Fettreserven verbleibt außerdem in der Leber selbst, im Extremfall bildet sich die sogenannte Fettleber aus.
Die beschriebenen Abläufe entfallen beim Genuss von Stevia Zucker komplett, denn beim Stevia Abbau entstehen weder stoffwechselaktive Einfachzucker noch Fette.

Vorsicht mit natürlichen Süßungsmitteln!

Wegen der genannten Nachteile greifen gesundheitsbewusste Verbrauche nur zu gern zu natürlichen Alternativen wie Honig, Fruchtsirup, Melasse oder Agaven-Dicksaft. Allerdings sind auch diese „gesunden“ Süßmittel im Vergleich zum Stevia Zuckerersatz deutlich im Nachteil, denn letztlich handelt es sich bei Honig, Melasse & Co. immer noch um hochkonzentrierte Zuckerlösungen. Naturbelassene Süßkonzentrate versorgen den Körper zwar immerhin zusätzlich mit Vitaminen und Mineralstoffen, zeigen ansonsten aber die gleichen negativen Wirkmuster wie gewöhnlicher Haushaltszucker. Als Bestandteil einer hochwertigen Vollkost, die sich aus viel rohem Gemüse, Obst und Vollkorn zusammen setzt, kann ein „gesunder“ Zuckerersatz sogar weitere Unverträglichkeiten hervor rufen, zum Beispiel Verdauungsbeschwerden und Blähungen. Der Stevia Zuckerersatz verträgt sich dagegen problemlos mit jeder Vollwerternährung und bietet darüber hinaus auch Menschen, die bestimmte Diätvorschriften beachten müssen, eine echte Alternative.

Wieviel Stevia braucht der Mensch?

Damit der Einstieg in den Gebrauch und Kauf von Stevia Produkten sicher gelingt, ist es nützlich, über die Stevia Zucker Umrechnung Bescheid zu wissen. Bei der Zusammenstellung einer einheitlichen Stevia Umrechnungstabelle gilt es allerdings zu bedenken, dass sich die verschiedenen Stevia Zuckerersatz Zubereitungen in ihrer Süßkraft zum Teil ganz erheblich, unterscheiden. Grundsätzlich kann ein Stevia Zuckersatz 250- bis 450-mal süßer schmecken als Haushaltszucker. Für den Formenkreis Stevia – Umrechnung – Zucker gilt deshalb die Faustregel: Weniger ist zunächst mehr. Das heißt, die optimale Stevia Süßkraft lässt sich am besten schrittweise einstellen. Erfahrene Stevia Nutzer erstellen sich mit der Zeit ihre eigene Stevia Umrechnungstabelle. Hier ein Beispiel für Ein – und Umsteiger:

Zu beachten ist, dass die Süßkraft der Steviol-Glykoside (anders als die des Zuckers) in Abhängigkeit von der eingesetzten Menge nicht kontinuierlich zunimmt. Das bedeutet, dass sich der süße Geschmack ab einer bestimmten Konzentration nicht mehr steigern lässt.

Stevia im Vergleich mit Zucker und anderen Süßstoffen

Naturbelassen Süßkraft gegen-
über Zucker
Brennwert Glykämischer Index (GI) Zahn-
freundlichkeit
Erhältlichkeit
Stevia Ja 200- bis 400-fach 0 0 Ja Eingeschränkt verfügbar
Zucker Ja -/- 12 kcal pro TL (Teelöffel) 100 Nein Frei verfügbar
Saccharin Nein 200- bis 800-fach 0 0 Ja Frei verfügbar
Aspartam Nein 160- bis 220-fach 0 0 Ja Frei verfügbar
Sucralose (Splenda) Nein 500- bis 600-fach 0 0 Ja Frei verfügbar
Zucker-
alkohole
Ja 40% bis 90% von Zucker 0 0 Ja Frei verfügbar

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